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Die Große Berliner Umfahrt

Törnbericht –  “DIE GROSSE BERLINER UMFAHRT”

Mit einer Gesamtstrecke von 400 km ist die Berlin-Oder-Umfahrt ein anspruchsvoller Rundtörn um die deutsche Hauptstadt, für den man sich möglichst 14 Tage Zeit lassen sollte. Doch wie fährt es sich auf der Oder, wie viele Schleusen sind zu passieren, und wo lohnt es sich, auszusteigen? Diese und andere Fragen interessierten unseren Redakteur Rex Schober, der sich mit einer Charteryacht auf den Weg machte.

Zugegeben, auch für mich waren Abschnitte der Berlin-Oder-Umfahrt bis vor Kurzem noch unbekanntes Terrain. Zwar lebe ich an der Havel, kenne viele Wassersportregionen in Ostdeutschland und auch die Oder ist mir ein Begriff. Doch noch nie hatte ich mich damit beschäftigt, wie man Berlin per Boot auf dem Wasser umrunden kann. Das Angebot zur Umfahrt kam aus heiterem Himmel, aber nicht ganz ohne Grund. Schon seit einer Weile sind Städte und Tourismusverbände Brandenburgs bemüht, Touristen und Gäste in die östlichste Region Deutschlands zu locken, die nicht nur mit landschaftlichen Reizen überrascht. Historische Bauwerke, Barockanlagen, die sozialistische Planstadt Eisenhüttenstadt, deutsch-polnische Grenzgeschichten und eine von Traditionen geprägte kulturelle Vielfalt machen den Osten Deutschlands interessant. Dabei lassen sich ganze Landstriche und Städte bequem vom Wasser aus erkunden, denn Brandenburg gehört zu den wasserreichsten Gegenden im Bundesgebiet. Wer will, der kann auf den Flüssen Dahme, Spree, Havel und Oder Berlin umrunden und dabei einzigartige Naturlandschaften bestaunen. Freizeitkapitäne finden dafür ein breites Angebot an Charteryachten oder gehen mit dem eigenen Boot auf Tour. Der motorisierte Wassersport der Oderregion ist längst aus dem Dornröschenschlaf erwacht, doch noch wagen sich nur wenige Skipper in Richtung Osten. Wir wollten wissen, was die Region zu bieten hat und was man beim Befahren des Grenzflusses Oder beachten muss.